In meiner Paartherapie und Eheberatung kann ich oft gar nicht genug betonen, welch positive Effekte eine offene und wertschätzende Kommunikation auf die Partnerschaft haben kann.

 

Dominanz und Sexualität Paartherapie und Eheberatung

Im letzten Blog-Eintrag haben wir uns aus Sicht der Paartherapie und Eheberatung intensiv mit dem Thema Dominanz und Macht in der Partnerschaft auseinander gesetzt. Die Kernaussage war, dass Dominanz und Macht ganz natürliche Bestandteile menschlicher Interaktion und auch im Hinblick auf Beziehungen nicht zu verteufeln sondern lediglich in ein gutes Gleichgewicht zu bringen sind. Ein gesundes Maß an Egoismus und Durchsetzungsvermögen macht die Partnerschaft lebendig und sorgt dafür, dass Bedürfnisse beider Partner nicht zu kurz kommen, selbst wenn es nicht immer einen gemeinsamen Nenner gibt. Dominanz ist aber auch ein häufig unterschätzter Faktor, wenn es um ein erfülltes Sexualleben geht.

Evolution: Dominanz ist sexy – Paartherapie und Eheberatung

Studien haben gezeigt, dass Frauen den verlässlichen „Mr. Nice Guy“ zwar eindeutig für eine längere Partnerschaft und die Familiengründung präferieren, dass sie für ein prickelndes sexuelles Abenteuer aber eher auf den „Bad Boy“ zurückgreifen.
Was macht aber dominante Männer eigentlich sexuell so aufregend? Und was kann man daraus aus Sicht der Paartherapie und Eheberatung auch für Partnerschaften lernen?
Eine mögliche Antwort findet man in unserer Evolutionsgeschichte. Wie bei vielen Tierarten auch stand das dominante Alpha-Männchen auch beim Menschen sehr wahrscheinlich für gute Gene. Zwar rückten auf Grund des hohen Fürsorgeaufwandes menschlicher Kinder (v.a. lange bestehende Unselbstständigkeit/Hilflosigkeit) auch andere männliche Fähigkeiten und Ressourcen als vorteilhaft für das Überleben in den Vordergrund, aber auch heute noch ist Durchsetzungskraft und Macht für viele Frauen auf erotischer Ebene eindeutig positiv besetzt (jüngstes Beispiel – der Hype um „Shades of Grey“).

Menschliche Evolution VS gesellschaftliche Entwicklung  – Paartherapie und Eheberatung

Gesellschaftliche Entwicklungen, wie etwa die Emanzipationsbewegung, und die menschliche Natur können hier durchaus in einigen Bereichen kollidieren, gerade wenn es um das Thema der Sexualität geht. Auch in der Paartherapie und Eheberatung stelle ich immer wieder eine gewisse Zwiespältigkeit und Unsicherheit sowohl bei Frauen als auch bei Männern fest. Während verstandesmäßig oft die gesellschaftlich erstrebenswerte Gleichberechtigung in den Vordergrund gerückt wird, sieht es zwischen den Bettlaken in Sachen Bedürfnisse oft anders aus. Eigenschaften, die einen Mann zum idealen Lebenspartner machen, sind nicht unbedingt immer jene Faktoren, die ihn zum perfekten Liebhaber machen. Sexuelle Anziehung kann man eben beim besten Willen nicht mit Vernunft erzwingen oder immer logisch erklären.

Partnerschaft = unvermeidbare sexuelle Flaute? – Paartherapie und Eheberatung

Aus evolutionärer Sicht hat sich die Natur Sexualität nicht nur zu Nutzen gemacht, um Menschen zur Fortpflanzung zu motivieren, dass Frauen auch abseits ihrer fruchtbaren Tage sexuell erregbar sind, hat wahrscheinlich auch einen anderen Hintergrund. Sexualität diente der Natur nämlich möglicherweise auch dazu, die Partner zur Versorgung des Nachwuchses aneinander zu binden. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass das sexuelle Verlangen gerade bei Frauen ab einem gewissen Zeitpunkt unvermeidlich nachlässt. Über evolutionstheoretische Erklärungen kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein, gerade wenn es um das doch relativ komplexe Wesen des modernen Menschen geht. Fest steht, dass sexuelle Frustration in der Partnerschaft einen großen Leidensdruck auf beiden Seiten erzeugen kann und daher auch in der Paartherapie und Eheberatung ein sehr häufiges Thema ist. Lässt sich eine langjährige Partnerschaft und Erotik überhaupt miteinander vereinbaren?

Machtverhältnis und Erotik – Paartherapie und Eheberatung

In meiner Paartherapie und Eheberatung kann ich oft gar nicht genug betonen, welch positive Effekte eine offene und wertschätzende Kommunikation auf die Partnerschaft haben kann. Zwar lohnt es sich fast immer, über seine Bedürfnisse und Vorstellungen zu sprechen, in Sachen Sexualität gibt es aber Momente und Situationen, in denen das ‚darüber reden‘ nicht immer das Mittel der Wahl ist. Ein Partner, der sich im heißen Liebesspiel ob der Bedürfnisse seiner Partnerin rückversichert, kann schnell zum Liebeskiller werden. Auch in einer emanzipierten Zeit kann es durchaus reizvoll sein, wenn Mann sich ab und an einfach nimmt was er will. Endlos über die möglichen Ursachen ihrer Unlust zu sprechen, führt manchmal nur dazu, dass das Paar letzten Endes genau so schlau ist wie vorher, dass Druck und Schuldgefühle die angespannte Situation aber noch verschlimmern. Wie bereits erwähnt, kann Lust nicht willentlich erzeugt werden, ebenso wenig können Menschen selbst immer ganz verstehen, was Verlangen in ihnen auslöst und warum es manchmal ausbleibt.
Paartherapie und Eheberatung kann da ansetzen, wo Worte zu kurz greifen. Als Paartherapeut analysiere ich nicht nur systemische Zusammenhänge, ganz besonderen Augenmerk widme ich auch der Dominanz- und Machtstruktur in der Partnerschaft. Erotik entsteht aus dem Zusammenspiel aus Sicherheit und Unvorhersehbarkeit, aus Annäherung und Distanz, aus Eroberung und Unterwerfung. Nur wenn sich die Machtverhältnisse in einer Partnerschaft in Balance befinden, entsteht Lebendigkeit und Leidenschaft.
Paartherapie und Eheberatung unterstützt Paare darin, ihren Liebesfunken wiederzuentdecken.