Eros und Agape in Eheberatung/Paartherapie

 

Interview zum Thema Liebe für backview.eo das Onlinemagazin

Wie begegnet uns Ihrer Meinung nach Liebe im Leben?

Hitschmann: Liebe kann uns nach den alten Griechen in Eros und Agape begegnen. Dabei symbolisiert  Eros das Fordernde,Erobernde und Sexuelle und steht für Gefühle die gepflegt gehören, einen Rahmen brauchen und letztendlich ein Ablaufdatum haben. Hingegen Agape ist die Figur der Aufopferung, Fürsorge und des Mitgefühls.

Haben Sie eine Definition für die Liebe?

Hitschmann: Nein, denn Liebe ist etwas sehr individuelles. Sie kann für einen Menschen eine bestimmte Flausel im Kopf sein,Schmetterlinge im Bauch für den anderen ist Liebe gleich Gott.

Was ist das Gegenteil von Liebe?

Hitschmann: Die Abwesenheit von Liebe ist der Hass.

Ist jeder Mensch liebenswürdig?

Hitschmann: Ja. Die Liebenswürdigkeit ist bei jedem Menschen bei der Geburt vorhanden, jedoch kann unsere Umfeld, Sozialisation uns dazu bringen, anderen Schaden zuzufügen.

Mit welchen Problemen beschäftigen sich Menschen, die zu Ihnen in die Paartherapie gehen?

Hitschmann: Es gibt da sehr vielfältige Probleme und Beweggründe um eine Paartherapie/Eheberatung zu beginnen, manchmal will das Paar beispielsweise nachprüfen, ob sie wirklich nicht mehr zusammen passen, heiraten sollen , mit Kinderwunsch, oder Dreieckbeziehungen… Damit eine Beziehung gelingt, braucht es grundlegend sieben Faktoren: Es zählen Liebe, ein ausgeglichenes Machtverhältnis, ähnliche Vorstellungen vom Sinn des Lebens, genügend Zeit für sich Selbst und dem Anderen, Konsens in der Raumgestaltung, im Ordnunghalten und in der Sauberkeit, Gleichgewicht im Geben und Nehmen von materieller und immaterieller Energie und Loyalität sowie Vertrauen dazu. Alle Faktoren sind wichtig. Es kam schon vor, dass sich ein Paar wegen Socken, die am falschen Platz lagen, trennen wollten.

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