Paartherapie/Eheberatung kann..

 

Mögliche Abläufe in der Paartherapie/Eheberatung

Die Partner beschreiben mir ihre Wünsche und Bedürfnisse in einem Rahmen, der weitgehend freigehalten wird von Vorwürfen und Beschimpfungen. So kann der andere das aufnehmen, was er noch nie so deutlich wahrgenommen hat. Auf diese Weise formulieren die Partner ihre Erwartungen und erarbeiten einen konkreten Auftrag an mich.

Wenn Paare zu mir kommen, ist meist die Kommunikation zwischen den Partnern gestört. Sie neigen dazu, sich entweder mehr und mehr voneinander zurückzuziehen oder aber ständig so laut zu streiten, dass sie den anderen gar nicht mehr hören. Wenn dann der eine Partner mit mir redet, erfährt der andere automatisch, wie es ihn bewegt. Sich eine Stunde Zeit füreinander zu nehmen, wie in der Sitzung mit mir, schaffen manche häufig nicht mal in zwei Wochen ihres Alltags.

Ein Paar lebt sich auseinander, weil einer nicht mehr weiß, was der andere denkt und fühlt. Die Kommunikation zwischen den Partnern ist in dieser Situation meist gestört, gemeinsame Aktivitäten sind eingeschlafen. In der Therapie nähert sich das Paar wieder an, beginnt, miteinander zu reden und wieder in Beziehung miteinander zu treten – der erste Schritt, wieder zusammenzukommen. Manchmal gebe ich Paaren „Hausaufgaben“ – zum Beispiel, etwas gemeinsam zu unternehmen oder feste Zeiten zu vereinbaren, die sie für Gespräche miteinander reservieren.

Es ist ja schon ein positives Signal, wenn ein Paar in die Therapie geht. Das heißt, sie bemühen sich aktiv darum, etwas zu verbessern. Sie wollen nicht die Bestätigung des Therapeuten, dass sie sich trennen sollten, sondern sie sind traurig oder verzweifelt, weil ihre Beziehung nicht so läuft, wie sie es sich wünschen. Sie wollen ihre Situation gemeinsam verbessern. Der Erfolg einer Therapie liegt in den Händen der Partner. Sie machen die Arbeit, ich leitet an und strukturiere.

Schwieriger ist es, wenn ein Partner sagt: Ich will nicht mehr. Bei den Paaren, die in die Therapie kommen, ist es oft so, dass sich der eine Partner nicht ganz sicher ist, dass er dem anderen nur einen Gefallen tun will oder sich etwas anderes erhofft. Häufig haben die Paare in dieser Situation ambivalente Gefühle: Einerseits schöpfen sie Hoffnung, andererseits fürchten sie, dass sie die Probleme nicht bewältigen können. In der Therapie können sie ihren Gefühlen auf den Grund gehen und sich darüber klar werden, ob sie die Beziehung fortsetzen wollen. Wenn nicht, kann die Therapie auch dabei helfen, emotional damit umzugehen.

Wenn beide noch Hoffnung haben, dass sie einen gemeinsamen Weg in der Partnerschaft gehen möchten, können sie sich vom Therapeuten helfen lassen, ihr vorheriges Scheitern zu verstehen. Die Motivation muss aber wirklich von beiden Partnern ausgehen. Man kann niemanden in eine Therapie zwingen.

Systemische Paartherapie Wien. Psychotherapie Wien. Systemische Eheberatung Wien.

 

Aktualisiert am 20. Februar 2016

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