Hilfe, Beratung und Begleitung
bei Beziehungsproblemen und Ehekrisen

 

Fremdgehen Teil1/Dreiecksbeziehung

Emotionales Chaos muss nicht erst dann entstehen, wenn eine bis dahin geheim gehaltene Affäre auffliegt. Jede Dreiecksbeziehung, jedes Fremdgehen hat seine eigene Geschichte – und nicht jede Geschichte muss mit der Trennung des Paares enden.
Mögliche Gründe für (sexuelle) Untreue kann es dabei viele geben, fest steht jedoch, dass es sich um ein höchst menschliches Phänomen im Spannungsfeld zwischen der kulturell gewachsenen Vorstellung der Monogamie und biologischen Faktoren handelt.
Je nachdem welcher Statistik man Glauben schenken möchte, geraten 30 bis 60% der Menschen im Laufe ihres Lebens zumindest einmal in ein Beziehungsdreieck.
Zwischen 20-40% geben in Befragungen an, in einer Beziehung schon einmal sexuell untreu gewesen zu sein, wobei es hier im Widerspruch zu gängigen Stereotypen keinen Unterschied mehr zwischen Frau und Mann zu geben scheint.

Was aber bewegt so viele Menschen dazu, eine Affäre trotz der damit verbundenen Risiken einzugehen?

In vielen Fällen kann mit dem oder der Geliebten etwas ausgelebt werden, das in der festen Beziehung verloren ging oder keinen Platz hat. Gerade in kurzen, unverbindlichen Affären kann sich dies tatsächlich hauptsächlich auf die Befriedigung sexueller Bedürfnisse beschränken. Untreue jedoch nur auf einen sexuellen Akt zu reduzieren, greift letztendlich zu kurz.
Gerade bei regelmäßigen Fremdgehern kann hinter dem Verhalten auch eine (unbewusste) Bindungsangst stehen. Es geht also weniger darum, etwas Fehlendes auszugleichen, als zu viel Nähe und damit möglicherweise auch Verletzlichkeit zu vermeiden. Gerade wenn es das Ziel ist, den Ursachen dafür auf die Spur zu kommen, die zumeist in der Vergangenheit des Betroffenen vergraben liegen, kann eine professionelle therapeutische Begleitung sehr wertvoll sein.
Aber auch wenn die Untreue mehr einem absoluten Ausnahmeereignis (der berühmte „Ausrutscher“) entspricht, lohnt es sich in vielen Fällen näher hinzusehen. Wenn Frau und Mann im Alltag etwa immer mehr zu alleinigen Kinderhütern und Kreditrückzahlern mutieren bleibt oft das Gemeinsame, die Beziehung auf der Strecke.
Im gleichen Maße wie Stress und Gewohnheit Sexualität zu ersticken drohen, leidet auch oft die allgemeine Kommunikation zwischen den Partnern. Es werden Bedürfnisse nicht mehr klar artikuliert, statt vertrauten Gesprächen herrscht Schweigen oder man spricht hauptsächlich nur mehr dann, wenn man am jeweils anderen etwas auszusetzen hat. Kurz gesagt, der Akt der Untreue kann in manchen Fällen lediglich Ausdruck eines nicht mehr (gänzlich) funktionierenden Beziehungssystems sein. Gerade in diesen Fällen kann der Therapeut als ein neutraler Dritter und mit seiner Erfahrung eine wichtige Vermittlungsrolle einnehmen.
Dabei muss es aber keinesfalls immer darum gehen, die Beziehung mit allen Mitteln zu „retten“. Der Therapeut unterstützt in erster Linie einmal den Prozess des Klarwerdens über die Bedürfnisse und Vorstellungen aller Beteiligten, selbst wenn dies in letzter Konsequenz auch bedeuten kann, dem Ende einer Beziehung ins Auge zu sehen.

Sind jedoch beide Partner willens an ihrer Beziehung zu retten,

dann geht es in einer Paartherapie nicht um die Klärung der Schuldfrage. Ganz im Gegenteil sollen beide Partner für ihr eigenes Handeln Verantwortung übernehmen, wozu auch die Einsicht gehört, dass es so etwas wie einen (Allein-)Schuldigen in einer Paarbeziehung nicht gibt.
Auf Grund von Vorbehalten suchen viele Paare den Weg zum Therapeuten leider erst sehr spät, dann nämlich, wenn in der Beziehung bereits vieles zu Bruch gegangen ist.  In früheren Phasen reichen hingegen oft nur einige wenige Sitzungen aus um erstaunliche Fortschritte zu erzielen.Paartherapie sollte daher also keinesfalls immer mit Langzeittherapie gleichgesetzt werden. Die Länge der Therapie richtet sich stets nach der individuellen Situation des Paares und den jeweiligen Bedürfnissen der Partner.

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Aktualisiert am 14. Februar 2016

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