Paartherapie/Eheberatung als Prävention

 

Alltag & Beziehung

Er ist tückisch. Oft treibt er Paare auseinander, ohne dass sich die Betroffenen darüber im Klaren waren. Ganz langsam kratzt er am Fundament einer Beziehung, so unauffällig, dass ein sorgloser Blick ihn oft übersieht. Der Alltag. Eigentlich kein Unbekannter, da oftmals auch als ‚Beziehungskiller‘ bezeichnet. Die Ausrede, man hätte nicht von seiner Gefahr gewusst, zieht also nicht – denn immer wieder wird man davor gewarnt, die Routine nicht zur Routine werden zu lassen, den Stress nicht mit nach Hause zu nehmen.

Doch entgegen unseres besseren Wissens, passiert genau das in der Beziehungs-Praxis viel häufiger als gedacht.

Klar, denken wir, andere Paare kann der Alltag einholen – aber uns, nein, uns passiert das nicht!

Ein häufiger Irrglaube ist, dass die eigene Beziehung quasi gegen die Routine immun ist, schließlich lässt die erste Verliebtheit oder die als besonders wahrgenommene Verbindung einen anderen Gedanken erst gar nicht aufkommen. Doch es ist ganz natürlich, dass sich eine Beziehung im Laufe der Zeit verändert – vieles, das früher einfach schien, benötigt nun ein höheres Maß an Achtsamkeit. Das muss aber keinesfalls daran liegen, dass früher tatsächlich alles reibungsloser ablief, vielleicht sahen wir über gewisse Dinge nur großzügiger hinweg oder war uns schlichtweg noch nicht so bewusst. Tatsächlich ist das Schaukeln von Job, Familie und Haushalt ganz sachlich gesehen ein beachtlicher (auch organisatorischer) Aufwand. Während wir unser berufliches Planen und Handeln etwa im Rahmen von Selbstmanagement- und Zeitmanagement-Seminaren oder Feedback-Gesprächen hinterfragen (sollen), lassen wir Privates gerne außen vor. Getreu dem Motto ‚Arbeit ist nur das, womit ich mir mein Geld verdiene‘ werden private Herausforderungen als zweitrangig abgestempelt und finden daher auch weniger Beachtung. Neben der berühmt-berüchtigten Work-Life-Balance gilt es im Alltag aber auch noch eine andere Sache in Balance zu halten: Die Zeit alleine (z.B. Freiraum für eigene Hobbies) sowie die Zeit zu zweit (z.B. Zeit für gemeinsame Unternehmungen, Intimität). Während beides für eine gute Beziehung unbestreitbar wichtig ist (Spannungsfeld Nähe – Distanz), kann sich ein Übergewicht in die eine oder andere Richtung schnell zum Problem entwickeln, zumal die Partner die Bedeutung beider Aspekte subjektiv nicht gleich gewichten müssen.

Selbst wenn die Bedürfnisse hier aber sehr nahe beieinander liegen, kann es im Alltag aber dennoch schnell passieren, dass man buchstäblich aneinander vorbei lebt. Zum einen ist das Gestalten von gemeinsamen Zeitflächen immer auch eine Herausforderung in Sachen Koordination – wenn es an Abstimmung fehlt, so lässt das oft begrenzte Gut der Zeit keinen Spielraum mehr zu. Zum anderen zehren private und berufliche Beanspruchungen aber auch am Energiehaushalt. Wer müde nach Hause kommt und noch den Haushalt zu erledigen hat, möchte in vielen Fällen einfach nur noch seine Ruhe haben. Der Wunsch nach Entspannung und Rückzug mag äußerst verständlich sein – in vielen Fällen vergessen Paare aber, dass auch gemeinsame Zeit eine sehr ausgleichende, erholsame Wirkung haben kann, wenn diese für beide Seiten sinnvoll gestaltet wird.

Die Basis für ein glückliches Miteinander stellt auch hier eine gute Kommunikation dar. Gerade durch die, im Alltag meist über größere Zeiträume entstandene, verminderte Achtsamkeit füreinander, wird aber oft gerade die Kommunikation in Mitleidenschaft gezogen. Was in vielen Fällen eigentlich als Organisations- bzw. Managementproblem begann, kann sich so im Zeitverlauf zu einer echten Beziehungskrise entwickeln. Gegenseitige Entfremdung, ständiger Streit und sexuelle Frustration können die Folge sein. Ein Paartherapeut oder Eheberater wird in den meisten Fällen erst dann aufgesucht, wenn dieser Prozess schon weit fortgeschritten ist. Im Rahmen der Beratung gilt es dann, das Gemeinsame wiederzuentdecken und Paartherapie gegebenenfalls den Alltag so neu zu gestalten, sodass auch wieder sexuelle Spannung, Freude und gegenseitige Wertschätzung darin Platz finden. Tatsächlich kann   oder Eheberatung aber schon zu einem viel früheren Zeitpunkt sehr wertvoll sein: Der Therapeut kann als außenstehender, objektiver Experte Probleme in der Regel viel schneller erkennen und zu einer raschen Vermittlung zwischen den Partnern beitragen. Schon wenige aufschlussreiche Erkenntnisse und der ideale Gesprächsrahmen können so in kurzer Zeit zu überraschend großen positiven Veränderungen führen und verhindern, dass sich eine Krise überhaupt erst verhärtet.

Systemische Paartherapie Wien. Systemische Eheberatung Wien. Systemische Psychotherapie Wien. Systemische Familientherapie Wien.

 

Aktualisiert am 20. Februar 2016

Webdesign, Homepage, Grafik für Psychotherapie und Psychotherapeutische Praxis
SEO Wien und Website-Optimierung Wien
Psychotherapie, Paartherapie, Burnout (Wien)
Daniel Hitschmann Portrait Daniel Hitschmann
Daniel Hitschmann | Psychotherapie Daniel Hitschmann, 1190 Wien. Telefon: 0664/2433844 | Email: