Paarberatung & Paartherapie: Beziehungsschwierigkeiten bewältigen, nachhaltige Lösungen entwickeln, Ressourcen mobilisieren.


 

Alkohol , Drogen oder andere Süchte

Wenn der/die Partner/in an einer Suchterkrankung leidet, ist es für die Beziehung/ Ehe langfristig am besten, auch auf sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse zu achten.

Eine Suchterkrankung bei einem Partner/in hat immer starke Auswirkungen auf die Partnerschaft/Ehe und auf die ganze Familie. Auffällig sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede dabei, welche ich in meiner langen Drogenarbeit im Otto-Wagnerspital feststellen konnte.

Es kommt viel häufiger vor, dass Männer, die an einer Suchterkrankung leiden, in Beziehungen zu nicht substanz-abhängigen Frauen stehen als umgekehrt. Frauen bleiben tendenziell eher beim substanzabhängigen Partner, und versuchen dabei helfend und unterstützend zu wirken.

Die bestehende Suchtproblematik wird in der Beziehung oft von beiden PartnerInnen verleugnet. Man hält an einer Idylle fest und fügt sich durch das Nicht-Ansprechen in ein System ein. „Obwohl es für die Veränderung wichtig ist, das Problem zu thematisieren, besteht gleichzeitig darin die Gefahr, dass es in der Beziehung schließlich nur noch um das eine Thema geht. Oft wird jede Entscheidung von der Sucht des Partners abhängig gemacht – Urlaub, Besuche von Freunden, Unternehmungen, … Aus Scham, jemand könnte etwas bemerken, isoliert sich das Paar immer mehr.

Um dies zu vermeiden, kann ich Ihnen in einer Eheberatung/Paartherapie helfen. Folgende Fragen stellen sich als hilfreich heraus. Was stelle ich mir vor in meinem Leben? Was sind meine Interessen? Welche sozialen Kontakte habe ich und wie kann ich diese pflegen? Es kann leicht passieren, dass eigene Wünsche und Bedürfnisse durch die Fokussierung auf die Suchterkrankung des Partners so in den Hintergrund treten, dass diese manchmal gar nicht mehr bewusst sind. Wichtig ist es, das PartnerInnen in dieser schwierigen Situation wieder lernen, auf sich selbst gut zu achten und sich ein gesundes Maß an Abgrenzung anzueignen. Diese Distanz muss nicht gleich zu einer Trennung führen. Wichtig ist es, dass der/die Partner/in gegebenen Falls zusätzlich eine professionelle, medizinische Behandlung in Anspruch nimmt.

Rückfälle sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Wie zu Beginn wird oft abermals verleugnet, was offensichtlich ist. Schließlich muss immer noch derjenige, der die Sucht zu verantworten hat, auch wieder herausfinden unter welchen Umständen diese notwendig waren, und welche Umstände es zulassen abstinent zu leben. Dies gilt es in der Paartherapie/Eheberatung zu reflektieren. Gleichzeitig gilt es zu klären, welche Unterstützung vom Partner hilfreich ist und welche eben nicht. Auch das Zutrauen des Partners, dies zu schaffen, ist ein wichtiger Treiber.

Während einer Suchterkrankung sind die Rollen in Beziehungen ziemlich klar. Wenn eine Behandlung erfolgreich beendet wird, verändert sich meistens auch die Beziehungsdynamik und die Partnerschaft muss neu definiert werden. Dadurch ist eine Eheberatung/ Paartherapie in Anspruch zu nehmen durchaus sinnvoll. Dabei wird besprochen was verbindet, was die Partner geben können, was sie alleine tun und wo sie sich treffen. Neue Themen in der Partnerschaft, das Leben der eigenen und gemeinsamen Interessen, neue und alte Konflikte, die Veränderung und Weiterentwicklung eines oder beider Partner können Inhalt dieser Gespräche sein.

Systemische Paartherapie Wien

 

Aktualisiert am 4. Dezember 2015

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